Kommt der Irre aus Teheran?

Der iranischen Präsidenten Mahmund Ahmandinedjad überlegt sich anlässlich der WM Deutschland zu besuchen. Auf Lizas Welt ist dazu ein guter Artikel erschienen.

Katholiken lernen

MTV will eine satirische Seite über den Papst zeigen. Die Katholische Kirche protestiert - und droht mit rechtlichen Schritten. Intoleranz gegenüber klerikalem Humor ist also keine muslimisches Prinizip und zeigt uns erneut, dass es die Aufklärung ist, der wir zu verdanken haben, dass wir es sind, die bestimmen, wie unser Leben aussieht.

Der Western-Standard braucht Hilfe

Kanadische Moslems verklagen das Magazin Western-Standard wegen des Abdrucks der Mohammed-Comics. Nun droht dem Heft das wirtschaftliche Aus. Der Chefredakteur bittet um Hilfe.

Der Irre aus Teheran ist nicht alleine

Ahmedineschad,  hier seine Homepage, ist nicht alleine. Auch  Syriens Präsident: „Weiß nicht, wie viele im Holocaust getötet wurden“
„Es gab ein Massaker an den Juden im Zweiten Weltkrieg, doch ich weiß nicht, wie viele getötet wurden und ich weiß nicht, ob durch Erschießen oder Vergasen,“ so Syriens Präsident Bashar Assad in einem Interview, das vorgestern im öffentlichen US-Fernsehen (VBS) ausgestrahlt wurde. Als Antwort auf die Frage des Journalisten, ob er nicht glaube, dass man bei der Anzahl der Getöteten übertrieben habe, erklärte der syrische Präsident: „Die Zahlen sind nicht wichtig, sechs Millionen oder eine Million. Und wie viele Sowjets sind getötet worden? Acht Millionen. Die Frage ist nicht, wie viele getötet wurden, sondern warum die Palästinenser jene sind, die den Preis für den Holocaust zahlen müssen.“ (Haaretz, 29.3.)
Für mich ist die Frage: Wieso muß ich mit meinen Steuergeldern ein solches Regime (und auch die Hamas) auch noch unterstützen?

Happel hat GEA verlassen

Es war wohl eines der größten Shootoust der deutschen Wirtschaftsgeschichte: Der Kampf zwischen dem GEA-Erben Otto Happen und dem Chef der Metallgesellschaft. Nun tritt, wie das Handelsblatt berichtet, Happel ab.

Hetzjagd gegen Lammert

Eines mochte BILD noch nie: Ungehorsam. Und nachdem sich Bundestagspräsidentn Norbert Lammert weigerte, BILD in die Diskussion um die zukünftige Regelung der Abgeordnetendiäten einzubeziehen und stattdessen den parlamentarischen Weg einschlug - wenig verwunderlich für einen Bundestagspräsidenten - setzt BILD alles daran, Lammert in der Öffentlichkeit zu beschädigen. Wie kann es sein, das ein Politiker erklärt: "Der Ehrgeiz der „Bild“-Zeitung, anstelle des Parlaments Bezüge und Versorgung der Abgeordneten festzulegen, ist buchstäblich kaum übersehbar. Dennoch wird es bei dem durch das Gesetz vorgegebenen Zeitplan und dem mit allen Fraktionen des Bundestages vereinbarten Verfahren bleiben."
So etwas muß bestraft werden und so rollt seit Anfang der Woche eine Kampagne gegen den CDU-Politiker.
Höhepunkt war die veremeintlich sensationelle Enthüllung, das Lammert im Aufsichtsrat der RAG sitzt: Diese Erkenntnis kann man seit längerem der RAG-Internetseite entnehmen. Schade für BILD auch, das Lammert die Einkünfte aus seinem vermeintlichen Nebenjob, 25.000 Euro jährlich, einer Stiftung spendet und nicht verjubelt. Wo bitte ist der Skandal?
Aber BILD verfährt nach der bei diesem Blatt nicht unüblichen Methode, erst einmal mit viel Dreck zu werfen, in der Hoffnung, es bleibt etwas hängen.
An Lammert wird ein Exempel statuiert: Politiker sollen sehen, was ihnen blüht, wenn sie nicht folgsam sind. Wer Lammert kennt weiß, das solche Disziplinierungsversuche bei ihm scheitern werden.
Lesenswert zu dem Thema Bild, Lammert und Diäten: Bildblog

Ruhrgebiet soll Zusammenwachsen

Die CDU-Fraktion im NRW-Landtag hat sich einstimmig festgelegt: Zur Revitalisierung des Ruhrgebiets gehört - neben der Entwicklung von Kompetenzfeldern, Kulturförderung und Stadtentwicklung - auch die Veränderung von Strukturen: Zukünftig sollen die Nahverkehrsunternehmen zur stärkeren Zusammenarbeit verpflichtet werden - und allzu großer Eigensinn auf Kosten der Fahrgäste sich finanziell nicht mehr lohnen: "Wir wollen", so Norbert Lammert", Chef der CDU-Ruhr und Bundestagspräsident, "die Förderung der Nahverkehrsunternehmen von deren Kooperationswilligkeit abhängig machen." Ziel sei es, Fusionen zwischen den Bus- und Bahnbetreibern im Ruhrgebiet zu unterstützen. "Mit den Verwaltungskosten, die durch eine Fusion der Nahverkehrsunternehmen
gespart werden könnten, wären vielleicht auch Preiserhöhungen überflüssig", so Lammert.
Auch beim RVR wird sich manches ändern: Schon in wenigen Monaten soll das RVR-Gesetz reformiert werden. Auch soll der Verband sich künftig um die Zusammenarbeit in den Bereichen Nahverkehr, Wirtschaftsförderung und Marketing kümmern. Lammert: "Nur das Ruhrgebiet als Ganzes hat eine Chance, im internationalen Wettbewerb wahrgenommen zu werden."
Auch die Regionalplanung soll der RVR zurückerhalten - letzteres soll noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden, aber erst in der kommenden, im Rahmen einer großen Regionalreform, durch die das Ruhrgebiet an Selbstständigkeit gewinnen soll, umgesetzt werden.

B-Lage

Für Immobilieninvestoren sei das Ruhrgebiet eine klassische B-Lage, so das Handelsblatt. Zu viele verschiedene Städte, kein gemeinsamer Auftritt und zu viele Kompetenzstreitigkeiten. Doch die Region sei dabei aufzuholen, denn sie garantiere zwar keine Traumrenditen, aber dafür wenig Risiko und stabile Umsätze.

Wo bleibt der Aufstand

WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz scheint das Thema Ruhrgebiet entdeckt zu haben: Es soll, folgt man der Demografie-Studie des Berlin-Instituts, Gewinner- und Verlierer-Regionen geben. Noch nie so wenige Geburten wie heute, daraus folgt: die Wohlstands-Länder Baden-Württemberg und Bayern gewinnen, die mit den wenigsten Jobs und eher unattraktiver Infrastruktur verlieren; Ostdeutschland, das Saarland, das Ruhrgebiet. Muss das so sein? Es wird einen Kampf um die Attraktivsten geben, also: Was tun unsere Städte eigentlich, um junge Familien zu gewinnen? Bieten Sie Bauland für die Hälfte an? Wie „clustern” sie gute Schulen mit guten Wohngebieten in verkehrsberuhigten Zonen? Was tun unsere Hochschulen, um attraktiver für Studenten aus aller Welt zu werden? (Im jüngsten Wirtschaftswoche-Ranking, in dem Personalchefs Unis und Fachhochschulen beurteilen, ist wieder keine einzige aus Ruhrland dabei.) Subventionsverwöhnt, schmort das Ruhrgebiet inklusive seiner Funktionärseliten im eigenen Saft, tritt international, siehe Immobilienmesse Cannes, nur mittelmäßig auf. Wo sind die Bürger, die rebellisch werden?
Mischt sich die WAZ jetzt wieder massiv in die Diskussion ein? Zu hoffen wäre es, denn alles, was in den vergangenen Jahren positives geschehen ist - und vor zehn Jahren sah es um die Einigkeit in der Region noch düsterer aus - haben wir der WAZ-Ruhrstadt-Kampagne zu verdanken. Gestartet hat sie der Reitz-Vorgänger Uwe Knüpfer. Will die WAZ etwas für ihre wirtschaftliche Basisregion tun, muß auch Knüpfer druck machen.

Streit eskaliert

Der Streit um das wie des RAG-Börsengangs eskaliert. Der Landtag hat gestern das Ende der Bergbausubventionen beschlossen - ein Vorratsbeschluß, denn noch gibt es gültige Verträge. Doch das Land will sich in eine starke Verhandlungsposition bringen und zeigt der RAG schon einmal die Folterwerkzeuge. Vor allem eines dürfte der RAG Sorgen machen: Die Zerschlagung des Konzerns in seine Bestandteile.